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Gemeinsam nach Neuengamme

Geschrieben von Karsten Schwörer am 11.10.2013 um 17:54
Arbeitskreis und Heisterbergschule besuchen die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers

Ein wieder einmal gelungenes Stück Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitskreis „Bürger gestalten ein Mahnmal“ und der Heisterbergschule in Ahlem war die gemeinsame Fahrt zur Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Hamburg-Neuengamme am 30.09.2013.



Diesem Großlager zur Produktion von Klinker-Ziegelsteinen für die Baubranche war „unser“ KZ-Außenlager in Ahlem organisatorisch unterstellt, sodass es für uns ein Ziel mit besonderer Verbindung darstellte.

In der KZ-Gedenkstätte Neuengamme starteten wir unsere Führung im Gedenkhaus, in dem riesige Stoffbahnen von den Wänden hängen. Die Stoffbahnen sind von oben bis unten mit Namen bedruckt, für jeden Tag eine lange Liste mit Namen, die darauf hindeuteten, dass die Menschen in Neuengamme aus den verschiedensten Ländern kamen: Franzosen, Russen, Holländer, Polen und natürlich auch Deutsche. Als klar wurde, dass die unglaubliche Menge an Namen alle in Neuengamme gestorbenen Menschen benannte, war uns klar, welche Menge an Menschen hier umgekommen ist und ermordet wurde. „Vernichtung durch Arbeit“ war auch in Neuengamme das Prinzip, mit dem die Nazis ihre Gefangenen einerseits als Zwangsarbeiter missbrauchten und andererseits den Tod der Häftlinge tausendfach billigend in Kauf nahmen, ja sogar systematisch herbeiführten.



Von unseren kompetenten Guides Frau Wachtel, Frau Johannsen und Herrn Käpernik begleitet, machten alle drei Gruppen, die Klassen 9aR und 9bR der Heisterbergschule und die Erwachsenengruppe des Arbeitskreises mit Frau Gröne und Herrn Düsterhöft, die Runde über das große Gelände des ehemaligen KZ.



Dort wurde damals unter unmenschlichen Bedingungen Lehm abgebaut. Aus dem Lehm wurden Klinkersteine für den Häuserbau in Hamburg gebrannt. Diese Schufterei in Kombination mit der mangelhaften Ernährung, den Misshandlungen und den Zählapellen überlebten die Häftlinge durchschnittlich nur drei Monate. Wie immer bei Besuchen in ehemaligen Konzentrationslagern konnte man dieses schlimme Unrecht zwar einerseits kaum glauben, sich andererseits aber besser vorstellen. Eindrucksvoll waren die Häftlingskleidung mit den verschiedenen Häftlingsmerkmalen und die dreistöckigen Betten, in denen bis zu zwölf Menschen schlafen mussten.

Wir waren uns auf der Rückfahrt einig, dass wir einen lehrreichen und zugleich berührenden Tag verbracht haben, der uns allen hilft, den Holocaust besser zu verstehen und zu verarbeiten.

Karsten Schwörer

Damita:
„Ich fand die Führung interessant. Mich hat erstaunt, dass in den dreistöckigen Betten bis zu neun Menschen schlafen mussten. Ich habe mich gefragt, wie die geschwächten Menschen ohne Leiter in die oberen Etagen klettern konnten.“



Mehmet:
„Mir hat es insgesamt sehr gut gefallen, da für mich neu war, dass die Häftlinge eine Häftlingsnummer bekommen haben und jeder ein Symbol hatte, zu welcher Gruppe er gehörte und wo er herkam. Als ich gehört habe, dass in Neuengamme medizinische Experimente mit kleinen Kindern, die extra aus Auschwitz gebracht wurden, gemacht wurden, habe ich wirklich eine Gänsehaut bekommen. Ich fand sehr grausam, dass am Tag vor der Befreiung besonders viele Häftlinge umgebracht wurden. Jetzt weiß ich auf jeden Fall mehr über die Hitlerzeit als vorher.“

Halid:
„Ich fand den Besuch sehr interessant. Ich wusste zwar, dass es in den Lagern schlimm war, aber nicht, dass es so schlimm war. Mich hat das teilweise richtig traurig gemacht, wenn ich mir vorstelle, dass ich oder jemand aus meiner Familie dort gefangen gewesen wäre.“

Söhret:
„Ich fand es spannend. Ich wusste nicht, wie schlimm es war. Mich hat das traurig gemacht. Mir ist an den Totenlisten aufgefallen, dass sehr viele Russen unter den Toten waren, viele hatten den Namen Ivan.“

Julia:
„Ich fand es sehr informativ und ich habe viel gelernt. Unser Guide Frau Johannsen hat sich all unsere Fragen angehört und beantwortet. Ich hätte gerne am Ende noch mehr Zeit in der Ausstellung gehabt.“

Blerta:
„Ich fand es interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen dort gestorben sind, vor allem auch noch nach der Befreiung.“

Frau Gröne:
„Jeder Besuch in Neuengamme ist für mich eine Reise in die Vergangenheit, denn mein Vater war ja hier gefangen und musste unter diesen schlimmen Bedingungen arbeiten. Ich fühle mich hier mit ihm dann etwas mehr verbunden und mir geht es danach besser.“
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